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Eine Fahrt nach Portugal im August 2003
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Carcassonne
Im Land der Katherer
Auf dem Weg nach Portugal
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Mehr als 100 Jahre vor Christus gab es hier, auf dem Gebiet der Altstadt,
der Cité schon eine römische Ansiedlung namens Colonia Julia Carcaso.
Später kamen Westgoten (440 - 725) und Sarazenen (725) als Eroberer.
Am engsten verbunden aber ist der Name Carcassonne mit einer Lehre, die
im 11-ten Jh. aufkam. Die Katharer, oder Albigenser, betrachteten alles Irdische
als von Übel und ihre Seele als Gefangene des Körpers. Ihr Klerus,
die sogenannten Reinen, lebten äußerst asketisch.
Gleichzeitig ließ die protzige Lebensweise des römischen Klerus
die Lehre des Papstes immer unglaubwürdiger erscheinen. So wurden die Katharer
unter ihrem Führer Roger de Trencaval zu einer ernsten Bedrohung des Papsttums.
Papst und Katharer beschuldigten sich gegenseitig des Abweichens von der wahren
christlichen Lehre.
So stellte schließlich Innozenz III. ein 300.000 Mann starkes Heer auf
um die Katharer auszurotten. Also ein Kreuzzug von Christen gegen Christen.
Durch Wassermangel und Verrat fiel Carcassonne am 15.August 1209 in die Hände
der Papstarmee.
Das deutsche Wort Ketzer kommt übrigens von den Katharern.
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Wir waren erst spät von Nîmes losgefahren. Und es war sehr heiß.
Natascha war nur schwer davon zu überzeugen, daß wir nun unbedingt zu Fuß
hoch zur Burg und dort das ganze Gelände abgehen müssen. Aber was sein muss, muss
sein. Zum Trost gab es dann auf dem Rückweg in der einen Eisdiele eine eingewanderte
Bedienung, mit der sie russisch reden konnte.
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